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Olduvai Gorge ist eine durch Wasser geformte Schlucht im südlichen Teil des Ökosystems Serengeti-Ngorongoro. Mit einer Länge von etwa 50 Kilometern und einer Tiefe von bis zu 90 Metern erlange die Olduvai Schlucht vor allem durch zahlreiche Funde menschlicher und tierischer Fossilien Berühmtheit.

Der deutsche Entomologe Professor Kattwinkel war 1911 der erste Europäer, der die Olduvai Schlucht betrat. Dort fand er alte Knochen vor, Teile eines ausgestorbenen Pferdes mit drei Zehen. Von diesen Funden inspiriert, startete der Professor Hans Reck zwei Jahre später eine Expedition zu selbiger Schlucht, wo Reck menschliche Fossilien entdeckte. Weitere Forschungsarbeiten scheiterten jedoch am Ausbruch des ersten Weltkrieges. Einige Jahre später bestaunte Louis Leakey, ein britisch stämmiger Paläonthropologe, Recks Funde in Berlin. Leakey war überzeugt, in der Olduvai Schlucht Hinweise auf den Ursprung der Menschheit zu finden und startete gemeinsam mit Hans Reck im Jahre 1931 eine weitere Expedition. Innerhalb weniger Stunden nach Ankunft konnten sie bereits den Fund von alten Steinwerkzeugen vorweisen.

Im Laufe weiterer Ausgrabungen fanden Leakey und seine Frau Mary viele weitere Steinwerkzeuge und tierische Fossilien. Es sollte jedoch noch bis zum Jahre 1959 dauern, als Mary Leakey den ersten Schädel eines “Zinjanthropus” entdeckte, heute bekannt unter dem klangvollen Namen “Australopithecus Boisei”. Dieser vor etwa 1,75 Millionen Jahren lebende “Ur-Mensch” zeichnete sich durch einen massiven Schädel sowie große Zähne aus, die darauf hinweisen, dass er sich von groben pflanzlichen Lebensmitteln ernährte.

Für Besucher gibt es heute nicht besonders viel zu sehen und der Abstecher nimmt viel Zeit in Anspruch. Auf dem Weg vom Ngorongoro in die Serengeti sehen Sie das Gebiet aus der Ferne.