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…da, wo der Pfeffer wächst! 

Sansibar ist Teil der Vereinigten Republik von Tansania und eigentlich eine Gruppe von Inseln. Sie liegt im Indischen Ozean, ungefähr 38 Kilometer vor der Küste Tansanias und ein paar Grad südlich des Äquators. Sansibar besteht aus vielen Inseln, von denen  Unguja (auch als Sansibar bezeichnet) und Pemba die größten sind.

Strände – welcher Strand ist meiner?
Suchen Sie eher die gemütliche, ruhige Badebucht, wo Sie sich in aller Ruhe nach einer erlebnisreichen Safari entspannen können, oder soll es lieber ein langer Sandstrand mit mehreren Hotels, einer Ortschaft und entsprechenden Ausgehmöglichkeiten sein?
Generell ist für Sansibar wichtig zu wissen, dass dort Ebbe und Flut herrschen und somit das Wasser nicht immer da ist. Eine Ausnahme bildet nur der Norden der Insel, wo der Tidenhub nicht so stark ausfällt. Aber auch bei Ebbe wird es am Strand nicht langweilig, denn in dieser Zeit können Sie den Einheimischen bei ihrer Arbeit am und mit dem Meer zusehen – Perlenfischen, Seetang-Abbau, Muscheln suchen…
Wann ist Ebbe? Wann ist Flut? Hier geht es zum Gezeitenkalender.

Im Norden der Insel, rund um den Ort Nungwi, ist auf der Insel das meiste los. Wenn Sie einen Stadtkern, den Sie zu Fuß erreichen können und eine Handvoll Bars und Restaurants zur Auswahl schätzen, dann wählen Sie am besten ein Hotel an einem der Strände rund um Nungwi.
An der Ostküste von Sansibar liegen die Hotels meist abgelegen und alleine für sich, bei den größeren Anlagen tummeln sich auch Strandverkäufer. Sie haben die Wahl: Vom einfachen, schnuckeligen Guesthouse bis zum Luxushotel, das keine Wünsche offen lässt, sind alle Kategorien für jeden Geldbeutel vorhanden.
Im Südosten der Insel gibt es die längsten Sandstrände auf Sansibar. Angefangen in Michamwi/Pingwe kann man bei Ebbe über Bwejuu und Paje (Kite-Surfer-Paradies) bis nach Jambiani barfuß am Strand entlang laufen. Das sind dann insgesamt gute 20 km und die einzige Gefahr, die Ihnen hier droht, ist die Sonne. Rund um den Fischerort Jambiani finden sich kleinere Boutique-Hotels und Gästehäuser. In Bwejuu, Paje und Jambiani gibt es Möglichkeiten, in der näheren Umgebung auch auswärts Essen zu gehen.
Im Westen liegt Stonetown, Hauptstadt Sansibars und UNESCO Welterbe. Die Stände an dieser Küste können aber nicht mit den Stränden der Nord- und Ostküste mithalten. Wenn Sie natürlich nach einem romantischen Sonnenuntergang zu zweit suchen, dann sind Sie an der Westküste goldrichtig.

Wir empfehlen unseren Gästen, den Badeurlaub mit einer letzten Übernachtung in einem Boutique-Hotel in Stonetown ausklingen zu lassen. Dafür gibt es viele gute Argumente: Wir können Ihnen enroute noch etwas von der Insel zeigen, denn direkt nach der Safari haben Sie vermutlich kein Auge dafür – zu übermächtig sind die Eindrücke der vergangenen Tage. Ferner hätten Sie einen kurzen Weg zum Flughafen, bitte beachten Sie, dass die Straßen auf der Insel nicht überall in gutem Zustand sind. Zudem ist es meist recht warm – verschwitzt und durchgeschüttelt ins Flugzeug für die Langstrecke? Das muss nicht sein. Wir realisieren gerne, dass Sie Ihr Zimmer in der Altstadt bis zu Ihrem Flughafentransfer behalten können. So können Sie morgens auf dem Markt noch etwas Safran, Muskatnuss oder Vanille für die heimische Küche oder als besonderes Mitbringsel erstehen.

UNESCO Welterbe Stonetown – die Altstadt von Sansibar 
Stonetown widmen wir hier einen eigenen Artikel.

Geschichte
In ihrer wechselvollen Geschichte ist die Insel Sansibar von Händlern, Abenteurern, Plünderern und Entdeckern aus vielen Ländern angelaufen worden : Assyrer, Sumerer, Ägypter, Phönizier, Inder, Chinesen, Perser, Portugiesen, Araber aus Oman, Holländer und Engländer waren hier und einige von ihnen, besonders die Perser aus Schiras und die Araber aus dem Oman, haben sich hier niedergelassen und die Insel beherrscht. Daher sind die Inseln auch vorwiegend islamisch (97%), während nur 3 % der Bevölkerung aus Christen, Hindus und Sikhs besteht. Die frühesten Besucher waren wahrscheinlich arabische Händler im 8. Jahrhundert. Das früheste erhaltene Gebäude auf Sansibar ist deshalb auch die Moschee in Kizimkazi, die ins Jahr 1107 zurückgeht und heute eine Touristenattraktion ist.
Jahrhundertelang kamen die Araber mit den Monsun-Winden aus dem Oman nach Ostafrika, um mit Elfenbein, Sklaven und Gewürzen zu handeln. Dabei dienten ihnen die beiden Hauptinseln (Unguja und Pemba, s.o.) als ideale Basis, weil sie relativ klein und daher leicht zu verteidigen waren. 1832 verlegte der Sultan Sayyid Said aus der omanischen Busaid-Dynastie seine Residenz von Maskat nach Sansibar, wo er und seine Nachkommen dann auch 130 Jahre lang regierten. Dabei lag der Großteil des Wohlstands auch in den Händen der arabischen Landbesitzer.
Die weit verbreiteten Misch-Ehen zwischen seefahrenden Händlern und Afrikanern ließen eine Küstenbevölkerung mit einer eigenen Bantu-Sprache, die vom Arabischen beeinflusst wurde und heute als Swahili bzw. Suaheli bekannt ist, entstehen. Der Name dieser Sprache stammt aus dem Arabischen, wo „sawahil“ „Küste“ bedeutet. Die auf Sansibar lebenden Angehörigen dieser Volksgruppe beschäftigten sich weniger mit dem lukrativen Sklaven-, Gewürz- und Elfenbeinhandel als mit der Landwirtschaft und der Fischerei. Die Schiras-Perser, die keine Mischheiraten eingingen, blieben als separate Volksgruppe bestehen. Indische Händler kamen im Zuge des Gewürz- und Elfenbeinhandels und ließen sich als Ladenbesitzer, Händler, Handwerker und Freiberufler nieder. Die Briten, die in Ostafrika als Kolonialisten, Missionare und Händler tätig waren, versuchten den Sklavenhandel zu unterbinden, dem Sansibar als Drehscheibe diente. 1890 wurde Sansibar britisches Protektorat. Handelsgüter aus Großbritannien wurden hier zwischengelagert, bevor sie ihre Bestimmung in anderen Teilen Afrikas erreichten.

Sehenswürdigkeiten
Obwohl Sansibar heute in finanzieller Hinsicht nicht mehr sehr reich ist, hat es doch eine Menge an historischen Monumenten aufzuweisen, die an die afrikanischen, britischen und besonders arabischen Einflüsse in seiner Geschichte erinnern : Sultanspaläste, Kathedralen, Moscheen, Festungen und alte Häuser im Kolonialstil. Die „spice tours“ („Gewürz-Touren“) bieten eine ideale Möglichkeit, um die Geschichtsdenkmäler und Gewürzplantagen der Insel zu besuchen. Es gibt auch ein Schutzgebiet für die seltene Sansibar-Antilope („duiker“) und den roten Colobus-Affen im Naturschutzgebiet Jozani Forest. Großer Beliebtheit erfreuen sich außerdem die Delfin-Touren in Kizimkazi.

Sprache
Suaheli/Swahili (auch: Kiswahili) ist die Amtssprache von Tansania. Wenn Sie auch nur ein paar Worte dieser Sprache während Ihres Aufenthalts benutzen, werden Sie sich viele Freunde machen. Natürlich wird dort auch viel Englisch gesprochen und auch Arabisch. Einheimische – besonders in den Touristenzentren – verstehen auch andere europäische Sprachen wie z.B. Französisch oder Italienisch.

Bevölkerung
Die Einwohnerzahl Sansibars (einschließlich Pemba Island) liegt bei etwa einer Millionen Menschen.

Religion
Ungefähr 95% der Bevölkerung sind Muslime. Die restlichen 5 % sind Hindus, Christen und Menschen mit traditionellen Glaubensvorstellungen. Stonetown hat viele Moscheen, eine anglikanische und eine katholische Kathedrale und einen Hindu-Tempel.

 

Kulturelle Aspekte
Wegen religiöser und kultureller Traditionen ist es wichtig, sich angemessen zu kleiden, wenn man sich nicht gerade am Strand befindet. Sie sollten bei einem Stadtrundgang Ihre Schultern und Beine (auch unter den Knien) bedecken. Nacktbaden oder Baden ohne Oberteil wird nicht geduldet. Öffentliches Zurschaustellen von Zuneigung – wie etwa Küssen – ist nicht üblich und wird als anstößig empfunden. Örtliche Sitten und Gebräuche sollten respektiert werden. Moscheen sind heilige Plätze und dürfen von Nicht-Muslimen nur besucht werden, wenn sie in Begleitung eines gläubigen Muslims sind, der sie herumführt, und auch nicht während der gemeinsamen Gebetszeiten, die fünf mal am Tag stattfinden. Wenn Sie etwas anbieten oder empfangen, tun Sie es gern mit der rechten Hand, wenn Sie die örtlichen Gepflogenheiten achten möchten. In den Dörfern oder in Stonetown sollten Sie keine Strandkleidung tragen. Tragen Sie in der Öffentlichkeit am besten lockere und undurchsichtige Kleidung. Bitte fragen Sie die Einwohner um Erlaubnis, bevor Sie sie fotografieren oder filmen. Machen Sie keine Aufnahmen oder Filme von Regierungs-Einrichtungen (dazu gehören auch der Regierungssitz, der Hafen, der Flugplatz oder Militäreinrichtungen)! Im Zweifelsfall fragen Sie lieber.

Klima
Den größten Teil des Jahres bietet Sansibar ideales Ferienwetter. Ausnahmen sind die Monate April und Mai, in denen es lange regnet. Auch im November kann es kurze Regenschauer geben.
Die Hitze im Sommer (=Dezember bis März) wird durch Seewinde gemildert, besonders an der Nord- und der Ostküste. Die Nähe zum Äquator sorgt für Wärme während des ganzen Jahres, aber offiziell sind Dezember und Juni die Höhepunkte von Sommer und Winter. Die durchschnittliche tägliche Sonnenschein-Dauer beträgt sieben bis acht Stunden. Die beste Reisezeit für Sansibar sind Dezember bis März und Juli bis Oktober.

Währung
Die örtliche Währung ist der Tansanische Schilling (TSh). Amerikanische Dollar in bar werden an vielen Stellen in der Stadt angenommen. Kreditkarten sind außerhalb der großen Hotels fast unbekannt in Sansibar, und wenn Sie tatsächlich jemanden finden, der sie annimmt, wird er normalerweise eine Zusatzgebühr von wenigstens zehn Prozent verlangen. Das Verhandeln von Preisen ist üblich auf den Marktplätzen, nicht aber in Hotels, Restaurants oder bei Anbietern von Touren.

Einkaufen
In den Läden und Basaren von Stonetown kann man eine Vielzahl von einheimischen Produkten kaufen – was wir im übrigen begrüßen, da es der örtlichen Wirtschaft hilft.

Impfnachweis
Internationale Bescheinigungen für Impfung gegen Gelbfieber und Cholera werden in Tansania nicht mehr benötigt, auch dann nicht, wenn Sie zuvor auf dem Festland eine Safari gemacht haben.

Reisepass/Visum
Es gelten dieselben Bestimmungen wie für das Festland, d.h. Deutsche benötigen ein Visum, das 50 $ kostet und bei Einreise erteilt wird.