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Der Kilimandscharo ist mit 5.895 Metern der höchste Berg Afrikas und gleichzeitig einer der größten Vulkane der Welt. Der Gipfel Uhuru-Peak (Uhuru = Swahili für Freiheit) ist damit genauso hoch, wie das Basis-Camp des Mount Everest. Am Fuß hat der Berg einen Durchmesser von etwa 70 Kilometern. An klaren Tagen kann man ihn aus mehr als 160 Kilometern Entfernung noch sehen und obwohl er nur drei Grad unter dem Äquator liegt, ist seine Spitze dauernd von Schnee und Eis bedeckt. Im dazugehörigen Nationalpark abseits der Berg-Trails leben unter anderem Elefanten, Leoparden und Colobus-Affen (schwarz-weiße Stummelaffen).
Der Regenwald, der den Berg umgibt, sorgt für eine reiche Fauna und das Volk der Chagga baut dort Kaffee, Mais und Bananen an.

Übrigens: Wie viel oder wenig Schnee der Berg hat, hängt mehr mit den aktuellen Niederschlägen und Temperaturen zusammen und nicht so sehr mit dem Klimawandel, wie beispielsweise bei Alpengletschern. Hat er heute nur wenig Schnee, kann das morgen schon wieder ganz anders aussehen. Das Video entstand aus der Ethiopian Airlines im Juli 2016.

Kilimandscharo-Trekking
Der Kilimandscharo gehört zu den wenigen Bergen dieser Höhe, die ohne bergsteigerische Vorkenntnisse und Fähigkeiten bewältigt werden können. Dies soll aber nicht darüber hinweg täuschen, dass eine gute körperliche Fitness und Kondition für Tagesetappen von vier bis sechs Stunden Gehzeit erforderlich sind. Absolute Trittsicherheit, auch im feuchten und rutschigen Gelände, ist insbesondere Voraussetzung, wenn Sie über eine andere, als die Marangu Route aufsteigen. Toleranz und Kameradschaft sowie ein gutes Maß an Flexibilität sind weiterhin die grundlegende Basis für eine gelungene Reise.
Es gibt grundsätzlich acht Trekkingrouten oder besser Varianten, um den Gipfel zu erreichen. Die gängigsten sind die nach ihrem jeweiligen Startort benannten Routen Marangu, Machame und Rongai.

Die Marangu Route (auch etwas despektierlich Coca-Cola Route genannt) verfügt über sehr gute Wegverhältnisse und weist die geringste Steilheit auf. Im Gegensatz zu den übrigen Routen, wird hier in einfachen Berghütten anstatt im Zelt übernachtet. Somit bietet die Marangu Route die höchste Gipfelchance und ist der beliebteste Weg auf den Kibo. Da man auf der gleichen Route auf und absteigt, ist allerdings regelmäßig mit entgegenkommenden Gruppen zu rechnen.
Die Machame Route ist sicherlich die landschaftlich schönste Aufstiegsroute und gewährt immer wieder spektakuläre Ausblicke auf das Gipfelmassiv. Sie verläuft überwiegend an der niederschlagsreicheren Luv-Seite des Berges, wo der Regenwaldgürtel breiter und üppiger wächst als sonst. Die Route ist steiler und konditionell anspruchsvoller als etwa Marangu oder Rongai und wird daher gerne als Whiskey Route bezeichnet. Der Abstieg erfolgt über die Mweka Route.
Die Lemosho Route beginnt an der wenig begangenen Westseite des Berges. Ab der dritten Etappe verläuft die Route parallel zur Machame Route. Da diese Camping-Route eine längere Wanderdistanz aufweist, sollten mindestens sieben Tage veranschlagt werden.
Die Rongai Route wird eher selten begangen. Sie startet an der kenianischen Grenze und verläuft an der trockenen Nord-Ost-Seite des Berges. Der Waldgürtel ist hier nur sehr schmal ausgebildet und erlaubt weite Aussichten Richtung Kenia und Kibo Massiv. Der Abstieg erfolgt über die Marangu Route, allerdings wird auch dort im Zelt übernachtet.

Durch Klicken auf die Routen kommen Sie direkt zur jeweiligen Reisebeschreibung mit Detailangaben zu den Tagesetappen.