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In der Wildnis und Weite des Rift Valleys lebt das Volk der Massai. Noch heute leben die Menschen in erster Linie von ihren Viehherden und führen ein halbnomadisches Leben. Je mehr Rinder und Ziegen ein Massai-Mann sein eigen nennt, umso größer ist sein Ansehen in der Gruppe. Die Massai leben polygam und die Clans werden hierarchisch geführt.

Wer das Ngorongoro-Schutzgebiet in Richtung Serengeti durchquert, sieht am Wegesrand die traditionellen Dörfer der Massai liegen. Sie wohnen zusammen mit Kleintieren in Lehmhütten aus getrocknetem Kuhdung und das ganze Areal ist mit einer Dornenhecke zur Abwehr der wilden Tiere umgeben. Ihre traditionelle Lebensweise ist durch die Zersiedlung großer Teile Südkenias und Nordtansanias einerseits sowie der großen Nationalparks andererseits bedroht, doch im Ngorongoro-Schutzgebiet ist ein Leben im Einklang mit der Natur noch möglich.

Es ist Besuchern gegen ein kleines Entgelt gestattet, die Dörfer zu besuchen und auch die Menschen zu fotografieren. Einen Massai vom Fahrzeug auf offener Straße ungefragt zu fotografieren, gilt hingegen als äußerst unhöflich.

Auch wenn es ein wenig touristisch anmutet, erlaubt ein Dorfbesuch tiefe Einblicke in diese uns so fremde Lebensart.

Mehr oder weniger komplett traditionelle Dörfer findet man, je weiter man sich von der Hauptroute in die Serengeti entfernt, etwa in Richtung des Heiligen Berges der Massai, des Ol Donyo Lengai, oder den Natronseen und Kratern zwischen Ngorongoro und Kilimandscharo.